Brunnen und Hauswasserwerk – Komponenten
Brunnen und Hauswasserwerk – Komponenten
Bei einem flachen Brunnen saugt das Hauswasserwerk das Wasser über einen Schlauch mit Saugkorb am Ende an; für tiefe Brunnen und Bohrungen wählt man eine Tauchpumpe. Für konstanten Druck in der Wasserleitung sorgen Druckbehälter und Druckschalter. Mit einem Klick auf eine Nummer öffnen Sie den passenden Artikel.
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Schritt 1: Wasserentnahme aus dem Brunnen



Schritt 2: Druckstation

Schritt 3: Filterung und Wasserverteilung
Wasserversorgung aus Brunnen oder Bohrung
Ein Hauswasserwerk liefert Druckwasser für Haus, Ferienhaus oder Garten überall dort, wo es keine öffentliche Wasserversorgung gibt oder der Kunde Trinkwasser aus dem Leitungsnetz sparen möchte. Die Zusammenstellung hilft Installateuren und Händlern, den richtigen Pumpentyp nach der Tiefe des Wasserspiegels zu wählen, die Saug- oder Druckleitung zu ergänzen und die Druckschaltung einzustellen. Die Übersicht deckt flache Brunnen ebenso ab wie tiefe Bohrungen.
Vorgehen beim Anschluss
- Ermitteln Sie die Tiefe des Wasserspiegels bei Entnahme, die Brunnentiefe, die Ergiebigkeit und die Entfernung zum Haus. Von diesen Daten hängt ab, ob ein Hauswasserwerk mit Saugpumpe genügt oder eine Tauchpumpe nötig ist.
- Bereiten Sie bei einem flachen Brunnen eine Saugleitung oder einen formstabilen Saugschlauch vor. Setzen Sie ans Ende einen Saugkorb mit Rückschlagventil so, dass er unter dem niedrigsten Wasserspiegel und zugleich ausreichend über dem Boden liegt.
- Führen Sie die Saugleitung mit stetiger Steigung zur Pumpe, ohne Stellen, an denen sich Luft sammeln könnte. Alle Verbindungen auf der Saugseite müssen luftdicht sein.
- Hängen Sie bei einem tiefen Brunnen oder einer Bohrung die Tauchpumpe an ein Edelstahlseil, nicht an das Kabel oder das Rohr. Setzen Sie in die Druckleitung ein Rückschlagventil und verlängern Sie das Kabel nur mit einer wasserdichten Verbindung.
- Stellen Sie das Hauswasserwerk oder den Druckbehälter in einem trockenen und frostfreien Raum auf festem Untergrund auf.
- Schließen Sie den Druckschalter mit Manometer am Druckbehälter an. Hinter den Behälter setzen Sie Filter, Absperrungen und die Verteilung ins Haus.
- Den elektrischen Anschluss einschließlich Fehlerstromschutzschalter und Trockenlaufschutz überlassen Sie einer Elektrofachkraft.
- Füllen Sie vor dem ersten Start die Saugpumpe und die Saugleitung mit Wasser.
Die richtigen Teile auswählen
- Saughöhe. Theoretisch kann eine Pumpe Wasser aus etwa 10 m Tiefe ansaugen, in der Praxis mit Verlusten meist nur rund 7 bis 8 m, bei langer waagerechter Leitung auch weniger. Liegt der Wasserspiegel tiefer, greifen Sie zur Tauchpumpe.
- Den Durchfluss wählen Sie nach den gleichzeitig genutzten Zapfstellen, aber auch nach der Ergiebigkeit der Quelle – die Pumpe darf den Brunnen nicht schneller leeren, als er nachläuft.
- Die Förderhöhe ergibt sich aus dem Höhenunterschied vom Wasserspiegel bis zur höchsten Zapfstelle, dem gewünschten Druck an der Zapfstelle und den Leitungsverlusten.
- Druckbehälter. Ein größerer Behälter bedeutet weniger Schaltvorgänge der Pumpe und eine längere Lebensdauer. Der Luftvordruck wird etwas unter dem Einschaltdruck des Druckschalters eingestellt, gemessen bei abgelassenem Wasser.
- Die Tauchpumpe muss samt Kabel und Seil sicher durch das Brunnenrohr der Bohrung passen. Den Kabelquerschnitt wählen Sie nach Kabellänge und Leistungsaufnahme der Pumpe.
Häufige Fehler bei der Montage
- Saugschlauch mit weichen Wänden, der sich beim Ansaugen zusammenzieht.
- Undichte Verbindung auf der Saugseite – die Pumpe zieht Luft und kann kein Wasser ansaugen.
- Saugkorb auf dem Brunnenboden, von wo er Schlamm und Sand ansaugt.
- Tauchpumpe am Kabel aufgehängt.
- Falscher Vordruck im Druckbehälter, sodass die Pumpe unnötig oft schaltet.
- Hauswasserwerk in einem Raum ohne Frostschutz.
Inbetriebnahme und Wartung
Starten Sie die Pumpe nach dem Befüllen bei geöffneter Zapfstelle, lassen Sie die Luft herausdrücken und schließen Sie dann die Zapfstelle. Prüfen Sie, bei welchem Druck der Schalter die Pumpe aus- und einschaltet, und justieren Sie ihn gegebenenfalls nach Anleitung nach. Prüfen Sie einmal jährlich den Vordruck des Behälters, tauschen Sie die Filterkartuschen und entleeren Sie vor dem Winter die Teile, die einfrieren könnten.
Häufige Fragen
Kann man Brunnenwasser trinken?
Nur wenn eine Laboranalyse seine Unbedenklichkeit bestätigt. Ein Filter entfernt mechanische Verunreinigungen, ersetzt aber keine hygienische Beurteilung des Wassers.
Warum schaltet das Hauswasserwerk bei jedem Öffnen des Wasserhahns ein?
Meist sind ein falscher Vordruck oder eine beschädigte Membran des Druckbehälters die Ursache, gegebenenfalls auch eine Undichtheit in der Leitung.
Wann eine Tauchpumpe statt eines Hauswasserwerks?
Dann, wenn der Wasserspiegel tiefer liegt, als die Pumpe des Hauswasserwerks zuverlässig ansaugen kann, oder bei einer Bohrung mit kleinem Durchmesser.
Eignet sich ein Hauswasserwerk auch für eine Regenwasserzisterne?
Ja. Angesaugt wird dann aus der Zisterne über eine Saugleitung mit Korb oder über einen schwimmenden Ansaugfilter, der saubereres Wasser knapp unter der Oberfläche entnimmt.
Was Sie für das Hauswasserwerk bestellen
Die Anlage stellen Sie aus dem Sortiment Hauswasserwerke oder Tauchpumpen für Wasser zusammen, für die Saugseite ergänzen Sie den Saugkorb – mit Rückschlagventil – 1"F und für die Schaltung den Druckschalter PC-2 mit Manometer. Großhandelspreise sehen registrierte Partner nach der Anmeldung. Wir versenden die Ware ab unserem Lager in Zilina in die gesamte EU.
