Fachbegriffe Heizung und Sanitär
Hier finden Sie die Fachbegriffe, die in unseren Produktbeschreibungen vorkommen – von Verteilern und Fittings über Armaturen und Regelung bis zu Festbrennstoffkesseln. Jeder Begriff wird in wenigen Sätzen erklärt, bei den meisten führt ein Link zum passenden Sortiment. Ist ein Wort in einer Produktbeschreibung gepunktet unterstrichen, fahren Sie mit der Maus darüber oder tippen Sie darauf – die Erklärung erscheint direkt im Text.
B
- Badheizkörper (Handtuchheizkörper)
- Heizkörper aus waagerechten Rohren zwischen zwei senkrechten Sammelrohren, der das Bad beheizt und zugleich Handtücher trocknet. Angeschlossen wird von unten – außen oder mittig mit 50 mm Achsabstand – oder seitlich; die Leistung wird bei 75/65/20 °C angegeben und sinkt bei kühlerem Wasser. Über ein T-Stück lässt sich ein Heizstab für den Betrieb außerhalb der Heizperiode nachrüsten. Produkte ansehen: Badheizkörper →
D
- Druckminderer
- Armatur, die den Druck aus dem Versorgungsnetz auf einen eingestellten Wert senkt und ihn auch bei schwankendem Eingangsdruck konstant hält. Sie schützt Armaturen, Geräte und Warmwasserbereiter, deren Sicherheitsventil bei zu hohem Druck sonst tropfen würde. Eingebaut wird sie hinter Wasserzähler und Filter; im Haushalt wird der Hinterdruck meist auf 3–4 bar eingestellt. Produkte ansehen: Druckminderer →
- Durchflussmesser
- Schauglas mit Schwimmer am Vorlaufbalken des Verteilers, an dem sich der Durchfluss eines Heizkreises ablesen lässt, meist in l/min. Die meisten Durchflussmesser sind zugleich Regulierventile, sodass der gewünschte Wert direkt eingestellt werden kann. So lassen sich unterschiedlich lange Fußbodenheizkreise abgleichen, damit alle Räume gleichmäßig warm werden. Produkte ansehen: Verteiler Fußbodenheizung →
E
- Elektrische Fußbodenheizung
- Heizung, bei der ein elektrisches Heizkabel oder eine dünne Heizmatte im Fliesenkleber oder Estrich die Wärme erzeugt; unter schwimmend verlegten Böden kommt Heizfolie zum Einsatz. Heizmatten haben üblicherweise etwa 100–200 W/m² und werden über einen Thermostat mit Bodenfühler geregelt. Der Anschluss gehört in die Hand einer Elektrofachkraft, der Stromkreis muss über einen FI-Schutzschalter abgesichert sein. Produkte ansehen: Elektrische Fußbodenheizung →
- Elektroheizstab
- Elektrisches Heizelement, das in einen Badheizkörper oder einen Speicher eingeschraubt wird und das Wasser darin erwärmt; Ausführungen mit Thermostat halten die eingestellte Temperatur. Für Heizkörper ist meist ein 1/2"-Gewinde üblich, für Puffer- und Warmwasserspeicher größere Gewinde wie 6/4". Im Mischbetrieb dürfen nie beide Heizkörperventile geschlossen sein, sonst kann sich das erwärmte Wasser nicht ausdehnen. Produkte ansehen: Heizstäbe und Heizkörper →
- Entlüfter (Entlüftungsventil)
- Luft in der Anlage verursacht Fließgeräusche, kalte obere Bereiche der Heizkörper und beeinträchtigt die Pumpe. Handentlüfter am Heizkörper werden mit einem Entlüftungsschlüssel geöffnet, automatische Schwimmer-Schnellentlüfter an Hochpunkten, am Verteiler oder am Kessel lassen die Luft selbsttätig ab. Nach dem Entlüften den Anlagendruck am Manometer prüfen und bei Bedarf Wasser nachfüllen. Produkte ansehen: Entlüftungsventile →
F
- Förderhöhe und Förderstrom
- Die Förderhöhe gibt an, welchen hydraulischen Widerstand eine Pumpe überwindet; sie wird in Metern Wassersäule angegeben, 1 m entspricht etwa 0,1 bar. Der Förderstrom in m³/h oder l/min steigt, während die Förderhöhe sinkt – der Betriebspunkt liegt im Schnittpunkt von Pumpen- und Anlagenkennlinie. Eine Typbezeichnung wie 25/6 bedeutet meist Anschluss DN 25 und rund 6 m maximale Förderhöhe. Produkte ansehen: Pumpen für Heizung und Wasser →
H
- Heizkörperventil und Rücklaufverschraubung
- Im Vorlauf des Heizkörpers sitzt das Thermostatventil für den Thermostatkopf, im Rücklauf die Rücklaufverschraubung zum Absperren und Voreinstellen. Ventile mit Voreinstellung begrenzen den Durchfluss jedes Heizkörpers und sind die Grundlage des hydraulischen Abgleichs. Heizkörper mit Unteranschluss werden über eine gerade oder Eck-Anschlussarmatur (H-Block) mit 50 mm Achsabstand angeschlossen. Produkte ansehen: Heizkörperventile →
- Heizkreisverteiler
- Der Verteiler teilt das Wasser aus einem Vorlauf auf mehrere Kreise auf – meist Fußbodenheizkreise oder Heizkörper –, der Sammler führt es zum Wärmeerzeuger zurück. Am Vorlaufbalken sitzen in der Regel Durchflussmesser, am Rücklaufbalken Ventile für Stellantriebe. Verteiler bestehen aus Edelstahl oder Messing, die Abgänge haben meist 3/4" mit Eurokonus. Produkte ansehen: Edelstahl- und Messingverteiler →
- Heizlast des Gebäudes
- Wärmeleistung, die ein Gebäude bei der Norm-Außentemperatur über Wände, Fenster, Dach, Boden und Lüftung verliert. Sie wird nach DIN EN 12831 für den konkreten Standort berechnet und ist die Grundlage für die Auslegung des Wärmeerzeugers und der einzelnen Heizflächen. Die Leistung des alten Kessels ohne Berechnung zu übernehmen, führt häufig zu überdimensionierten Anlagen. Produkte ansehen →
- Holzvergaserkessel
- Kessel, in dessen Füllraum Scheitholz trocknet und bei begrenzter Luftzufuhr vergast; das Holzgas strömt durch eine Düse in die untere Keramikbrennkammer und verbrennt dort mit Sekundärluft. Die Verbrennung ist sauber und effizient, verlangt aber trockenes Holz mit höchstens 20 % Feuchte. Betrieben wird der Kessel mit Pufferspeicher und Rücklaufanhebung. Produkte ansehen: für Holz →
- HT- und KG-Rohre
- HT-Rohre aus Polypropylen dienen der Gebäudeentwässerung – Abwasser von Waschbecken, Duschen oder Waschmaschinen – und vertragen auch heißes Abwasser. Sie werden in Steckmuffen mit Lippendichtung gesteckt, waagerechte Leitungen werden mit gleichmäßigem Gefälle verlegt, meist 1–3 %. Für erdverlegte Grundleitungen außerhalb des Gebäudes nimmt man die steiferen orangebraunen KG-Rohre aus PVC. Produkte ansehen: HT-Abflusssystem →
- Hydraulische Weiche
- Senkrechter Behälter oder Rohr mit großem Querschnitt, das den Kesselkreis hydraulisch von den Heizkreisen entkoppelt, sodass sich die Pumpen beider Seiten nicht gegenseitig beeinflussen. Eingesetzt wird sie bei Kesselkaskaden, mehreren Pumpenkreisen oder Kesseln mit Mindestdurchfluss. Durch die langsame Strömung scheidet sie zugleich Luft und Schlamm ab.
- Hydraulischer Abgleich
- Einstellen des Durchflusses durch jeden Heizkörper, Fußbodenheizkreis oder Strang auf den berechneten Wert – mit voreinstellbaren Ventilen, Strangregulierventilen oder Durchflussmessern. Ohne Abgleich nimmt das Wasser den leichtesten Weg: Nahe Heizkörper werden zu warm, entfernte bleiben lau. Eine abgeglichene Anlage heizt gleichmäßig, arbeitet leiser und lässt Pumpe und Wärmeerzeuger effizienter laufen. Produkte ansehen: Strangregulierventile →
K
- Klemmringverschraubung
- Lösbare Verbindung, bei der eine Überwurfmutter einen geschlitzten Klemmring auf das Rohr presst, das auf einem Stützkörper mit O-Ringen sitzt. Für die Montage genügen Schraubenschlüssel, das Rohr muss jedoch rechtwinklig abgelängt und kalibriert werden, damit die Dichtungen unbeschädigt bleiben. Hersteller empfehlen in der Regel, Verschraubungen zugänglich zu lassen, um sie prüfen und nachziehen zu können. Produkte ansehen: Schraubverbindungen PEX/AL/PEX →
M
- Mehrschichtverbundrohr PEX-AL-PEX
- Verbundrohr mit Innen- und Außenschicht aus vernetztem Polyethylen (PEX) oder PE-RT und einer verklebten Aluminiumschicht dazwischen. Das Aluminium verhindert Sauerstoffdiffusion, hält das Rohr nach dem Biegen in Form und verringert die Längenausdehnung gegenüber reinen Kunststoffrohren deutlich. Die Größe wird als Außendurchmesser × Wandstärke angegeben, zum Beispiel 16×2 mm. Produkte ansehen: Rohre für Wasser und Heizung →
- Membran-Ausdehnungsgefäß (MAG)
- Geschlossenes Gefäß mit Membran, die das Wasser von einem Gaspolster trennt; es nimmt die Volumenzunahme des erwärmten Wassers auf – zwischen 10 und 90 °C rund 3,5 % – und hält den Anlagendruck in sicheren Grenzen. Der Vordruck wird bei entleerter Wasserseite mindestens einmal jährlich geprüft und nach der Anlagenhöhe eingestellt. Für Trinkwasser gibt es Gefäße mit geeigneter Membran. Produkte ansehen: Ausdehnungsgefäße →
- Mischventil (3-Wege, 4-Wege)
- Ventil, das heißes Wasser vom Wärmeerzeuger mit kühlerem Rücklaufwasser mischt, damit ein Heizkreis, etwa eine Fußbodenheizung, eine niedrigere Vorlauftemperatur erhält. Betätigt wird es von Hand oder per Stellmotor vom Regler. Ein 4-Wege-Mischer hebt zugleich die Rücklauftemperatur zum Kessel an; ein 3-Wege-Ventil kann auch umschalten, etwa zwischen Heizung und Warmwasser. Produkte ansehen: Mischventile →
N
- Nenndruck PN
- PN bezeichnet die Druckstufe eines Bauteils: Die Zahl nennt den höchsten zulässigen Betriebsdruck in bar bei 20 °C, PN 10 bedeutet also 10 bar. Bei höheren Medientemperaturen sinkt der zulässige Druck, bei Kunststoffen erheblich. Eine geschlossene Heizungsanlage im Einfamilienhaus arbeitet meist mit 1–2 bar, ein Trinkwasser-Hausanschluss kann 6 bar und mehr haben. Produkte ansehen: Ventile und Stellantriebe →
- Nennweite DN und Rohrgewinde
- DN (Nennweite) gibt den ungefähren Innendurchmesser eines Rohrs oder einer Armatur in Millimetern an. Die Zollangaben bei Rohrgewinden sind historisch und entsprechen nicht dem tatsächlichen Maß: Ein 1/2"-Gewinde misst außen etwa 21 mm und gehört zu DN 15, 3/4" zu DN 20, 1" zu DN 25. Zylindrisches G-Gewinde dichtet mit Flachdichtung oder O-Ring, kegeliges R-Gewinde im Gewinde mit Hanf oder PTFE-Band. Produkte ansehen: Messingfittings →
- Noppenplatte (Systemplatte)
- Dämmplatte aus expandiertem Polystyrol mit Noppen, zwischen die das Fußbodenheizungsrohr ohne Halteclips eingetreten wird. Die Dämmung begrenzt den Wärmeverlust nach unten, die Deckfolie verhindert, dass Estrich in die Fugen zwischen den Platten läuft. Der Verlegeabstand richtet sich nach dem Noppenraster, meist in Schritten von 5 cm. Produkte ansehen: Systemplatten →
P
- Pelletkessel
- Automatischer Kessel für Holzpellets, die eine Förderschnecke aus dem Vorratsbehälter zum Brenner transportiert. Zündung, Brennstoffdosierung und Leistung regelt die Elektronik, der Betreiber füllt nur Pellets nach und leert die Asche. Verwendet werden Pellets mit meist 6 mm Durchmesser nach EN ISO 17225-2, Klasse A1; feuchter oder bröseliger Brennstoff verschlechtert die Verbrennung. Produkte ansehen: für Pellets →
- Pressfitting
- Unlösbare Verbindung, bei der die Edelstahl-Presshülse des Fittings mit einem Pressgerät auf das Rohr verpresst wird. Die Kontur der Pressbacken (etwa TH, U oder B) muss zum Fittingsystem passen, sonst wird die Verbindung nicht dicht. Korrekt verpresste Fittings dürfen in Wand und Boden eingebaut werden; manche sind so konstruiert, dass sie unverpresst bei der Druckprobe sichtbar undicht sind. Produkte ansehen: Pressfittings PEX/AL/PEX →
- Pufferspeicher
- Gedämmter Stahlbehälter mit Heizungswasser, der Wärme aufnimmt und abgibt, sobald das Gebäude sie braucht. Ein Holzkessel kann damit auch bei geringer Abnahme mit voller Leistung und sauberer Verbrennung arbeiten; als Richtwert gelten 50 bis 100 Liter Speichervolumen je Kilowatt Kesselleistung. Das Wasser schichtet sich nach Temperatur, Speicher mit Wärmetauschern binden auch Solarwärme ein. Produkte ansehen: Pufferspeicher →
R
- Raumthermostat
- Gerät, das die Temperatur in einem Referenzraum misst und danach Kessel, Pumpe oder Stellantriebe schaltet; kommunizierende Modelle können die Kesselleistung stufenlos modulieren. Programmierbare und WLAN-Ausführungen senken die Temperatur nachts und bei Abwesenheit. Montiert wird er an einer Innenwand rund 1,5 m über dem Boden, fern von Heizkörper und Sonne; die Thermostatköpfe dort bleiben ganz offen. Produkte ansehen: Raumthermostate und Regelungen →
- Revisionsschacht
- Schacht an der Grundleitung zum Kontrollieren und Reinigen des Kanals; gesetzt wird er an Richtungs- und Gefällewechseln, Zusammenflüssen und nahe der Grundstücksgrenze. Kunststoffschächte bestehen aus Schachtboden mit Anschlüssen, Schachtrohr und Abdeckung. Die Abdeckung richtet sich nach der Belastungsklasse – A15 für Gärten und reine Fußgängerflächen, B125 für Gehwege und Pkw-Zufahrten, D400 für Fahrbahnen. Produkte ansehen: Revisionsschächte →
- Rücklaufanhebung
- Hydraulische Schaltung, die das in einen Festbrennstoffkessel zurückströmende Wasser über der Temperatur hält, bei der Abgase an kalten Wärmetauscherflächen kondensieren und Teer sowie saure Korrosion verursachen würden. Kesselhersteller fordern meist mindestens 60–65 °C. Umgesetzt wird sie mit einem thermostatischen Mischventil und Pumpe im Kesselkreis oder mit einer fertigen Ladeeinheit. Produkte ansehen: für den richtigen Kesselanschluss →
S
- Sauerstoffsperre (EVOH)
- Dünne Schicht, meist aus EVOH, die verhindert, dass Luftsauerstoff durch die Wand eines Kunststoffrohrs ins Heizungswasser diffundiert. Gelöster Sauerstoff führt zu Korrosion an Stahl- und Gussteilen und zu Schlammbildung. Für Heizungsanlagen werden daher sauerstoffdichte Rohre nach DIN 4726 eingesetzt; beim PEX-AL-PEX übernimmt die Aluminiumschicht diese Aufgabe. Produkte ansehen: Rohr PEX, PE-RT →
- Schlammabscheider mit Magnet
- Gerät im Rücklauf vor dem Kessel, in dem sich die Strömung beruhigt, Schmutz absetzt und ein starker Magnet Magnetit festhält – den feinen schwarzen Schlamm aus korrodierenden Stahlteilen. Es schützt Pumpe, Kesselwärmetauscher und Ventile vor Verstopfung. Gereinigt wird über einen Entleerungshahn ohne Demontage, was besonders beim Kesseltausch in älteren Anlagen sinnvoll ist. Produkte ansehen: Schmutzabscheider mit Magnet →
- Sicherheitsventil
- Sicherheitsarmatur, die bei Überschreiten ihres Ansprechdrucks selbsttätig öffnet und Wasser ablässt, damit Kessel, Speicher oder Leitungen nicht bersten. In Heizungsanlagen sind 2,5 oder 3 bar üblich, bei Warmwasserbereitern 6 bar. Zwischen Sicherheitsventil und geschütztem Gerät darf keine Absperrung eingebaut werden, die Abblaseleitung mündet sichtbar über einen Trichter in den Abfluss. Produkte ansehen: Sicherheitsventile →
- Solarkollektor
- Kollektor, dessen Absorber Sonnenstrahlung aufnimmt und die Wärme an eine frostsichere Solarflüssigkeit abgibt; die Solarstation pumpt sie zum Wärmetauscher eines Solar- oder Pufferspeichers. Flachkollektoren sind günstiger, Vakuumröhrenkollektoren nutzen schwache Wintersonne besser. Für die Warmwasserbereitung rechnet man grob mit 1–1,5 m² Kollektorfläche pro Person bei Südausrichtung. Produkte ansehen: Solarkollektoren und Befestigung →
- Stellantrieb
- Antrieb, der ein Ventil auf Signal von Thermostat oder Regler öffnet und schließt. Thermoelektrische Stellantriebe an Verteilern und Heizkörperventilen arbeiten auf/zu und langsam – einige Minuten je Hub – und sind stromlos geschlossen (NC) oder stromlos offen (NO) für 230 V oder 24 V erhältlich. Motorische Stellantriebe bewegen Misch- und Zonenventile, häufig mit stetiger Ansteuerung 0–10 V. Produkte ansehen: Stellantriebe →
T
- Temperaturspreizung
- Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur; 55/45 °C bedeutet eine Spreizung von 10 K, eine dritte Zahl wie in 75/65/20 °C nennt die Raumtemperatur. Bei gleicher Leistung erfordert eine größere Spreizung einen kleineren Volumenstrom. Katalogleistungen von Heizkörpern gelten für die angegebenen Temperaturen; mit kühlerem Wasser ist die Leistung geringer und muss umgerechnet werden. Produkte ansehen →
- Thermische Ablaufsicherung
- Sicherheitswärmetauscher im Festbrennstoffkessel: Überhitzt das Kesselwasser (meist bei etwa 95 °C), öffnet das thermische Ventil und leitet kaltes Leitungswasser hindurch in den Abfluss. So wird überschüssige Wärme abgeführt, etwa wenn bei Stromausfall die Pumpe stillsteht. Die Wasserzufuhr muss ohne Strom funktionieren – ein Hauswasserwerk reicht dafür nicht. Produkte ansehen: für den richtigen Kesselanschluss →
- Thermostatisches Mischventil
- Selbsttätiges Ventil mit Thermostatelement, das warmes und kaltes Wasser ohne Strom und Regler auf eine eingestellte Auslauftemperatur mischt. In der Trinkwasserinstallation dient es als Verbrühschutz, wenn der Speicher höher aufgeheizt wird, etwa durch Solarkollektoren oder einen Holzkessel. In Heizkreisen begrenzt es die Vorlauftemperatur für Fußbodenheizkreise oder sichert die Rücklauftemperatur des Kessels. Produkte ansehen: Thermostatische Mischventile →
- Thermostatkopf
- Kopf auf dem Thermostatventil des Heizkörpers, dessen Füllung sich bei steigender Raumtemperatur ausdehnt und das Ventil drosselt – die Temperatur wird ohne Strom gehalten. Die Skalenziffern entsprechen herstellerabhängigen Temperaturen, Stufe 3 liegt meist bei etwa 20 °C. Der Kopf muss zum Ventilanschluss passen (oft M30×1,5); bei verkleideten Heizkörpern wählt man eine Ausführung mit Fernfühler. Produkte ansehen: Hand-, Thermostat- und elektrothermische Köpfe →
- Trinkwarmwasser (TWW)
- Warmes Wasser zum Waschen, Duschen und Kochen – im Unterschied zum Heizungswasser im geschlossenen Kreislauf handelt es sich um Trinkwasser. Es wird in einem indirekt beheizten Speicher, einem Elektro- oder Durchlauferhitzer oder einer Kombitherme bereitet. Zum Schutz vor Legionellen sollte der Speicher regelmäßig mindestens 60 °C erreichen, an den Zapfstellen begrenzt ein Mischventil die Temperatur. Produkte ansehen: Pufferspeicher und Warmwasserbereiter →
U
- Umwälzpumpe (Heizungspumpe)
- Pumpe, die das Heizungswasser im geschlossenen Kreislauf vom Wärmeerzeuger zu Heizkörpern oder Fußbodenheizkreisen und zurück fördert. Sie muss keine Gebäudehöhe überwinden, sondern nur die Druckverluste von Rohren, Armaturen und Heizflächen. Elektronisch geregelte Hocheffizienzpumpen passen ihre Drehzahl dem tatsächlichen Bedarf an und verbrauchen deutlich weniger Strom als ältere Stufenpumpen. Produkte ansehen: Umwälzpumpen - alle →
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für Kessel und Pumpen
- Akkugestütztes Gerät, das bei Stromausfall die Kesselelektronik und die Umwälzpumpe weiter versorgt. Bei Festbrennstoffkesseln schützt es vor Überhitzung: Ohne Strom stünde die Pumpe still, während im Brennraum noch Feuer brennt. Für Motoren und Kesselregelungen wählt man eine USV mit reinem Sinusausgang; die Überbrückungszeit hängt von der Akkukapazität und der angeschlossenen Last ab. Produkte ansehen: Notstromversorgung →
V
- Verteilerschrank
- Stahlblechschrank für den Heizkreisverteiler samt Kugelhähnen und gegebenenfalls einer Mischergruppe mit Pumpe. Unterputzschränke werden in die Wand eingelassen, Aufputzschränke an der fertigen Wand montiert. Bei der Auswahl zählt die Gesamtbreite des Verteilers einschließlich Zubehör sowie Platz für Stellantriebe und die Anschlussleiste. Produkte ansehen: Verteilerschränke →
- Vorlauf und Rücklauf
- Im Vorlauf fließt das erwärmte Wasser vom Wärmeerzeuger zu den Heizflächen, im Rücklauf kehrt das abgekühlte Wasser zurück. Vertauschte Anschlüsse an Verteiler, Ventil oder Pumpengruppe führen zu Fehlfunktion oder Geräuschen, daher auf die Fließrichtungspfeile achten. Die Rücklauftemperatur beeinflusst den Wirkungsgrad: Ein Brennwertkessel braucht sie niedrig, ein Festbrennstoffkessel ausreichend hoch.
W
- Warmwasser-Fußbodenheizung
- Im Estrich verlegte Rohre machen den Fußboden zu einer großen, mäßig warmen Heizfläche, daher genügen Vorlauftemperaturen von etwa 30–45 °C. Die Oberflächentemperatur sollte in der Aufenthaltszone 29 °C nicht überschreiten. Ein Heizkreis aus 16-mm-Rohr wird üblicherweise bis etwa 100 m Länge ausgelegt; jeder Kreis wird am Verteiler angeschlossen. Produkte ansehen: Flächenheizung und -kühlung →
- Warmwasserzirkulation
- Eine kleine Pumpe hält das Warmwasser in der Zirkulationsleitung zwischen Speicher und Zapfstellen in Bewegung, sodass am Wasserhahn fast sofort warmes Wasser ankommt. Da sie sauerstoffreiches Trinkwasser fördert, hat die Zirkulationspumpe ein Gehäuse aus Rotguss, Messing oder Edelstahl statt Grauguss. Zeitschaltuhr oder Thermostat beschränken den Betrieb auf die Zeiten tatsächlicher Entnahme. Produkte ansehen: Pumpen für Heizung und Wasser →
- Wasserfiltration und -aufbereitung
- Aufbereitung vom Hausanschluss bis zum Wasserhahn: Ein mechanischer Filter mit Sieb oder Filterkerze hält Sand und Rost zurück, die Armaturen und Geräte schädigen würden. Aktivkohlefilter verbessern Geschmack und Geruch und entfernen Chlor, eine Enthärtungsanlage mit Ionenaustauscher senkt die Härte und damit die Kalkbildung. Die passende Kombination wählt man am besten anhand einer Wasseranalyse. Produkte ansehen: Wasserfiltration und -aufbereitung →
- Witterungsgeführte Regelung
- Regelung, die die Vorlauftemperatur nach der Außentemperatur bestimmt: Je kälter es draußen ist, desto wärmer wird das Wasser für Heizkörper oder Fußboden. Den Zusammenhang beschreibt die Heizkurve, deren Neigung und Niveau an das Gebäude angepasst werden. Benötigt wird ein Außenfühler an der Nordseite; geregelt wird entweder die Kesselleistung oder der Stellantrieb eines Mischventils. Produkte ansehen: Regelungen →
