Heizungsanlage – alle Komponenten
Heizungsanlage – alle Komponenten
Das Schema zeigt die einzelnen Teile der Heizungsanlage: Fußbodenheizung, Heizkreisverteiler, Heizkörper und Regelung. Mit einem Klick auf eine Nummer öffnen Sie den passenden Artikel.
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Schritt 1: Fußbodenaufbau




Schritt 2: Verteiler und Leitungen





Schritt 3: Wärmeerzeuger und Heizkörper


Schritt 4: Temperaturregelung



Komplette Warmwasserheizung aus einem Lager
Diese Zusammenstellung richtet sich an Installationsbetriebe und Installateure, die die Heizung eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung als Ganzes umsetzen – also eine Kombination aus Fußbodenheizung, Heizkörpern und Regelung an einem Wärmeerzeuger. Die Übersicht hilft, eine vollständige Materialbestellung vorzubereiten und keine Kleinteile zu vergessen, die auf der Baustelle am häufigsten fehlen. Ebenso nützlich ist sie für Händler, die ihren Kunden ein Angebot für die gesamte Anlage zusammenstellen.
Vorgehen beim Anschluss
- Vorbereitung des Untergrunds. Verlegen Sie auf dem ebenen und sauberen Untergrund die Wärmedämmung in der projektierten Stärke. Kleben Sie entlang der Raumränder, um Stützen und an Schwellen den Randdämmstreifen auf, der vom tragenden Untergrund bis über die Höhe des späteren Bodenbelags reicht.
- Systemplatten. Verlegen Sie die Noppenplatten stoßdicht, sodass keine Fugen entstehen, durch die der Estrich bis zur Dämmung laufen könnte. Legen Sie die Folienlasche des Randdämmstreifens auf die Platten.
- Montage des Verteilers. Setzen Sie den Verteilerschrank möglichst nah an den Schwerpunkt der beheizten Flächen, damit die Zuleitungen zu den Heizkreisen kurz bleiben. Befestigen Sie den Heizkreisverteiler im Schrank und montieren Sie an seinen Eingängen die Kugelhähne.
- Verlegen der Heizkreise. Wickeln Sie das Rohr ohne Verdrehen ab und verlegen Sie es in den Noppen der Platten schneckenförmig oder mäanderförmig. Jeder Heizkreis beginnt und endet am Verteiler; kennzeichnen Sie beide Enden mit dem Raumnamen.
- Anschluss der Heizkreise. Schneiden Sie die Rohrenden rechtwinklig ab, kalibrieren und entgraten Sie sie und schließen Sie sie mit einer Klemmverschraubung mit Eurokonus-Anschluss an – pro Heizkreis brauchen Sie zwei Stück.
- Heizkörperkreis. Führen Sie die Leitungen zu den Heizkörpern sternförmig vom Heizkörperverteiler oder verzweigt über T-Stücke. In den Vorlauf des Heizkörpers gehört ein Thermostatventil, in den Rücklauf eine Rücklaufverschraubung.
- Druckprüfung. Füllen und entlüften Sie die Anlage vor dem Estricheinbau und führen Sie die Druckprüfung nach den Vorgaben des Rohrherstellers durch. Lassen Sie die Rohre während des Estricheinbaus unter Druck, damit sich eine eventuelle Beschädigung sofort zeigt.
- Estrich und Regelung. Geben Sie dem Estrich das Zusatzmittel in der vorgeschriebenen Dosierung bei. Montieren Sie nach dem Aushärten des Estrichs die Thermostatköpfe und Raumthermostate und verbinden Sie die Regelung mit dem Wärmeerzeuger.
Die richtigen Teile auswählen
Rohre. Für Fußbodenheizkreise wird meist die Dimension 16 × 2 mm oder 17 × 2 mm verwendet. Halten Sie die Länge eines Heizkreises in der Regel bei 80 bis 100 m, sonst steigt der Druckverlust stark an und die Pumpe durchströmt den Kreis nicht ausreichend. Den Verlegeabstand wählen Sie nach dem Wärmeverlust des Raums – in den Randzonen an Fenstern wird enger verlegt.
Dämmung. Die Dämmstärke hängt davon ab, was sich unter dem Fußboden befindet. Über einem unbeheizten Keller oder direkt auf dem Erdreich ist eine deutlich stärkere Schicht nötig als zwischen zwei beheizten Geschossen.
Heizkreisverteiler. Wählen Sie die Anzahl der Abgänge nach der Zahl der Heizkreise mit etwas Reserve. Durchflussmesser sind für den hydraulischen Abgleich unverzichtbar – ohne sie werden kürzere Kreise überversorgt und längere unterversorgt.
Verteilerschrank. Wählen Sie die Schrankbreite nach der Gesamtlänge des Verteilers einschließlich Kugelhähnen, einer eventuellen Mischgruppe und der Rohrbögen. Einen Unterputzschrank müssen Sie schon beim Mauern der Trennwände berücksichtigen.
Regelung. Thermostatköpfe sind die einfachste Lösung für Heizkörper. Soll die Raumtemperatur je nach Tag und Uhrzeit variieren, greifen Sie zu programmierbaren Thermostatköpfen. Der Raumthermostat gehört in einen Referenzraum ohne andere Wärmequellen.
Häufige Fehler bei der Montage
- Fehlender oder unterbrochener Randdämmstreifen – der Estrich drückt beim Aufheizen gegen die Wände und reißt.
- Rohrverbindung im Estrich. Ein Heizkreis muss aus einem Stück bestehen, alle Verbindungen gehören in den Verteilerschrank.
- Unterschiedlich lange Heizkreise ohne Abgleich über die Durchflussmesser.
- Estricheinbau ohne Druckprüfung oder mit Rohren, die nicht unter Druck stehen.
- Thermostatkopf hinter einem Vorhang oder einer Heizkörperverkleidung, sodass er eine verfälschte Temperatur misst.
- Raumthermostat an einer Außenwand, am Fenster oder über einem Heizkörper.
Inbetriebnahme und Wartung
Der Estrich wird erst nach dem Aushärten aufgeheizt – Zementestrich in der Regel frühestens nach 21 Tagen, Anhydritestrich früher, immer nach den Vorgaben des Estrichherstellers. Erhöhen Sie die Wassertemperatur schrittweise in kleinen Stufen. Stellen Sie danach die Durchflussmesser nach der Berechnung ein und prüfen Sie den Anlagendruck. Kontrollieren Sie einmal jährlich Druck, Filter sowie die Funktion von Ventilen und Thermostatköpfen; außerhalb der Heizperiode lassen Sie die Thermostatköpfe ganz geöffnet, damit die Ventilkegel nicht festsitzen.
Häufige Fragen
Kann ich Fußbodenheizung und Heizkörper an denselben Wärmeerzeuger anschließen?
Ja, der Fußbodenkreis braucht jedoch eine niedrigere Wassertemperatur als die Heizkörper. Bei einem Wärmeerzeuger mit höherer Vorlauftemperatur setzen Sie deshalb eine Mischgruppe oder eine Pumpengruppe mit Mischventil ein.
Was ist der Unterschied zwischen einem Thermostatkopf und einem programmierbaren Thermostatkopf?
Ein Thermostatkopf hält die eingestellte Temperatur ständig. Ein programmierbarer Thermostatkopf ändert sie zeitabhängig – zum Beispiel senkt er die Heizung im Schlafzimmer an Werktagen tagsüber ab und erhöht sie abends wieder.
Warum sitzen am Verteiler Kugelhähne?
Sie trennen den Verteiler vom Rest der Anlage. Beim Tausch eines Stellantriebs, beim Ändern eines Heizkreises oder beim Reinigen der Durchflussmesser muss so nicht die ganze Anlage entleert werden.
Braucht der Estrich immer ein Zusatzmittel?
Bei Zementestrich für Fußbodenheizungen empfehlen wir es. Es verbessert die Verarbeitbarkeit der Mischung, der Estrich umschließt die Rohre besser und es entstehen weniger Lufteinschlüsse, die die Wärmeübertragung verschlechtern.
Was Sie für diese Anlage bestellen
Für den Fußbodenteil benötigen Sie Rohre für Wasser und Heizung, Systemplatten und den Randdämmstreifen HPW DP 50, die Regelung ergänzen Sie aus der Kategorie Raumthermostate und Regelungen. Großhandelspreise sehen registrierte Partner nach der Anmeldung. Wir versenden die Ware ab unserem Lager in Zilina in die gesamte EU.
