Montage der Umwälzpumpe – Armaturen und Zubehör
Montage der Umwälzpumpe – Armaturen und Zubehör
Installieren Sie die Umwälzpumpe zwischen zwei Absperrungen – beim Austausch muss das Wasser dann nicht aus der Anlage abgelassen werden. Im Schema sind Armaturen, Schutzkomponenten der Anlage und die Absicherung der Stromversorgung eingezeichnet. Mit einem Klick auf eine Nummer öffnen Sie den passenden Artikel.
Eine Nummer im Schema führt Sie zum passenden Artikel in der Liste unten.
Schritt 1: Pumpe und Absperrungen



Schritt 2: Anlagenschutz


Schritt 3: Steuerung und Notstromversorgung


Die Umwälzpumpe und ihre Armaturen
Die Umwälzpumpe sorgt dafür, dass die Wärme aus dem Kessel auch die entferntesten Heizkörper und Fußbodenkreise erreicht. Die Zusammenstellung richtet sich an Installateure und Servicebetriebe, die eine Pumpe neu einbauen, eine alte gegen eine Hocheffizienzpumpe tauschen oder einen separaten Heizkreis ergänzen. Im Mittelpunkt stehen die Armaturen, mit denen sich die Pumpe jederzeit ohne Entleeren der Anlage tauschen lässt, und die Stromversorgung, die den Umlauf auch bei Netzausfall aufrechterhält.
Vorgehen beim Anschluss
- Wählen Sie den Einbauort nach dem Schema des Wärmeerzeugers – bei den meisten Kesseln ist es der Rücklauf, bei manchen Schaltungen der Vorlauf.
- Schließen Sie das Ausdehnungsgefäß vor dem Saugstutzen der Pumpe an. Die Pumpe erhöht dann den Druck in der Anlage, und im oberen Teil der Leitungen entsteht kein Unterdruck, der über die Entlüfter Luft ansaugen würde.
- Setzen Sie auf beiden Seiten der Pumpe Verschraubungen, idealerweise mit integriertem Kugelhahn, oder eine Kombination aus Verschraubungen und separaten Absperrungen.
- Bauen Sie vor der Pumpe einen Filter ein, damit Schmutz Rotor und Lager nicht beschädigt.
- Setzen Sie die Pumpe mit neuen Dichtungen so ein, dass der Pfeil auf dem Gehäuse die Durchflussrichtung anzeigt und die Motorwelle waagerecht liegt. Drehen Sie den Klemmenkasten zur Seite oder nach oben, nie nach unten – Kondensat könnte in die Elektronik eindringen.
- Montieren Sie an der höchsten Stelle des Kreises einen automatischen Entlüfter und in der Nähe des Wärmeerzeugers ein Manometer.
- Den elektrischen Anschluss von Pumpe, Anlegethermostat und Notstromversorgung überlassen Sie einer Elektrofachkraft.
- Schalten Sie bei Festbrennstoffkesseln eine Notstromversorgung zwischen Netz und Pumpe, damit der Umlauf auch bei Stromausfall weiterläuft.
Die richtigen Teile auswählen
- Durchfluss. Gehen Sie von der Beziehung Q = P / (1,163 × ΔT) aus, wobei Q der Durchfluss in m³/h, P die Leistung des Heizkreises in kW und ΔT die Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur in Kelvin ist. Die Fußbodenheizung arbeitet mit einer kleineren Spreizung als Heizkörper und braucht deshalb bei gleicher Leistung einen höheren Durchfluss.
- Förderhöhe. Sie wird durch den Druckverlust des ungünstigsten Kreises einschließlich Kessel, Filter, Ventilen und Armaturen bestimmt. Eine überdimensionierte Pumpe verursacht Geräusche in den Ventilen und verbraucht unnötig Energie.
- Regelungsart. Bei Heizkörpern mit Thermostatventilen bewährt sich der Proportionaldruck, bei Fußbodenheizungen der Konstantdruck. Viele Hocheffizienzpumpen passen sich der Anlage selbst an.
- Abmessungen. Beim Tausch muss die neue Pumpe der Einbaulänge (üblich 130 oder 180 mm) und den Anschlussgewinden entsprechen. Weichen diese ab, lösen Sie das mit einer passenden Verschraubung.
- Das Manometer wählen Sie mit einem Messbereich, bei dem der übliche Betriebsdruck im mittleren Teil der Skala liegt.
- Die Notstromversorgung legen Sie nach der Leistungsaufnahme der Pumpe und aller Geräte aus, die während eines Ausfalls laufen sollen, mit angemessener Reserve.
Häufige Fehler bei der Montage
- Motorwelle senkrecht oder Klemmenkasten nach unten gedreht.
- Pumpe entgegen der Durchflussrichtung eingebaut.
- Ausdehnungsgefäß auf der Druckseite der Pumpe angeschlossen – in der Anlage entsteht Unterdruck und es wird Luft angesaugt.
- Fehlende Absperrungen, sodass ein Tausch nur nach Entleeren der Anlage möglich ist.
- Pumpe ohne Filter in einer verschlammten Anlage.
- Entlüfter an einer Stelle, an der sich keine Luft sammelt.
Inbetriebnahme und Wartung
Füllen und entlüften Sie die Anlage vor dem Start; die Pumpe darf nicht trocken laufen. Viele Modelle haben eine Entlüftungsfunktion, die Sie beim ersten Einschalten starten. Stellen Sie danach Regelungsart und Leistungsstufe ein, prüfen Sie den Druck am Manometer und achten Sie auf Strömungsgeräusche durch Luft. Reinigen Sie bei der Wartung den Filter, beobachten Sie den Druck und prüfen Sie vor Beginn der Heizperiode, ob die Pumpe nach dem Sommerstillstand anläuft.
Häufige Fragen
Kann ich eine alte Pumpe durch eine Hocheffizienzpumpe ersetzen?
Ja, wenn Einbaulänge und Anschluss übereinstimmen. Bei Pumpen, die direkt vom Kessel angesteuert werden, prüfen Sie, welches Steuersignal der Kessel sendet, damit die neue Pumpe richtig arbeitet.
Warum ist die Pumpe laut?
Meist wegen Luft in der Anlage, zu niedrigem Druck oder einer zu hohen Leistungsstufe. Entlüften Sie die Anlage, füllen Sie Wasser nach und senken Sie die Pumpeneinstellung.
Gehört die Pumpe in den Vorlauf oder in den Rücklauf?
Das entscheidet das Schema des Wärmeerzeugers. Wichtiger ist die richtige Einbindung des Ausdehnungsgefäßes im Verhältnis zur Saugseite der Pumpe.
Ist eine Notstromversorgung wirklich nötig?
Bei Festbrennstoffkesseln ja – ohne Wasserumlauf überhitzt der Kessel bei Stromausfall schnell. Bei anderen Wärmeerzeugern erhöht sie den Komfort und schützt die Anlage vor dem Auskühlen.
Was Sie für die Pumpe bestellen
Die Pumpe wählen Sie in der Kategorie Pumpen für Heizung und Wasser, die Armaturen aus dem Sortiment Absperr-Kugelhähne für Pumpen, den Schutz aus der Kategorie Gewindefilter und die Stromversorgung aus dem Sortiment Notstromversorgungen. Großhandelspreise sehen registrierte Partner nach der Anmeldung. Wir versenden die Ware ab unserem Lager in Zilina in die gesamte EU.
